Es ist wieder documenta-Sommer in Kassel. Und die Runde, in der wir vor 5 Jahren schon dort waren, ließ es sich nicht nehmen, sich auch in diesem Jahr wieder zusammen zu finden und den Ausflug nach Nordhessen zur zeitgenössischen Kunst zu unternehmen.
An einem Wochentag mit Bilderbuchwetter machten wir uns auf den Weg. Vom Kasseler Hauptbahnhof über die Treppenstraße direkt zu den ersten Ausstellungen.
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Vor dem Fridericianum war eine so lange Schlange, dass wir dies erstmal übersprangen und mit der documenta-Halle anfingen.
In diesem Teil der Ausstellung scheint die ausgestopfte Giraffe "Brownie" das Highlight zu sein. Als Zootier im Nahen Osten als Folge eines Angriffs an Herzversagen gestorben und vom Tierarzt des Zoos amateurhaft ausgestopft. Nun steht sie (er) für 100 Tage in Kassel. Gibt schon eine seltsame Figur ab, mit vorgeschobenem Unterkiefer und einer Haltung, als würde er vor etwas zurückschrecken. -- Die anderen Tiere in dieser Halle sind aus Stoff gefertigt.
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Auf dem Weg zur Neuen Galerie gehen wir an der extra zur documenta eröffneten Gastro-Ecke vorbei. Enttäuschend. Dann weiter an gerade öffnenden Straßenständen entlang, an denen Holzwürmer oder Steinläuse Mahlzeiten fänden... äh, ich schweife ab. Denn auch hier, außerhalb der Ausstellungen bietet Kassel künstlerisch Wertvolles ;)
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In der Neuen Galerie finden sich verschiedene Dinge -- klar. Besonders hägen geblieben sind mir viele kleine Räume, die mit vielen kleinen Bildern eines einzelnen Künstlers ausgestattet sind. Ob nun zusammenhanglose Einzelstücke oder tatsächlich Serien, einen Bezug zueinander bauten sie auf. In manchen Fällen natürlich Fragwürdig, aber es ist eben Kunst!
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Auf anderen Ebenen auch andere Dinge:
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Danach suchten (und fanden) wir erstmal ein Café.
Nach Erfrischung und Stärkung sind wir weiter zum Aue-Pavillion an der Orangerie. Hier steht ... liegt auch das umgestürzte Türen-Ensemble, das bei manchem Lichteinfall nun auch ein Stern sein könnte.
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Der Aue-Pavillion ist die größte zusammenhängende überdachte Ausstellungsfläche dieser documenta, hier ein paar Eindrücke aus dem Inneren:
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Und dann zurück zum Fridericianum, vor dem nun tatsächlich keine Schlange mehr herumlungerte. Dort gab es auch raumfüllende Exponate, Installationen mit Licht oder Wachs...
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Die Bilder fingen an, sich zu wiederholen, die Füße wurden lahm, die Augen müde, die Bäuche leer... So kehrten wir am Kö (Königsplatz) in einem Restaurant ein.
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Ich hatte nicht mehr allzu viel Lust, weitere Ausstellungen zu besuchen. So teilte sich unsere Gruppe. Zu dritt streifen wir durch Kassels Innenstadt, während die anderen die caricatura besuchen.