Ein sonniger Feierabend in Hannover, und warm ist es auch. Vor einigen Tagen hatte es mich schon zum Maschsee gezogen, und diesmal habe ich auch meine Kamera dabei.
Ein bisschen rumhocken, etwas umherstreifen und ein paar Eindrücke sammeln. Es ist gar nicht so "schlimm" am Maschsee, wie ich befürchtet hatte. Hier und da ergibt sich ein kurzes Gespräch, dort ein nettes Motiv und insgesamt ist es bei abendlicher Sonne doch recht angenehm.
Die "Maschseeflotte" dreht gemächlich ihre Runden, dazwischen tummeln sich Tretbootfahrer, Flautenselger, Kajaks, Kurzstreckenruderer und natürlich Enten :) Vom Nordufer aus lässt sich das vielseitige Treiben wunderbar beobachten.
Wo heute der Maschsee ist, war noch vor 100 Jahren die Hannoversche Leinemasch. Vielleicht auch "Matsch"? Dieser Bereich war ein Teil des Überschwemmungsgebiets der Leine, welcher regelmäßig unter Wasser stand und selten ganz trocken war – neben der Gefahr, die jede Überschwemmung mit sich brachte, auch ein wunderbares Mückenbrutgebiet. Die Konsequenz war, nicht das Gebiet trocken zu legen, sondern dort einen Stadtsee zu errichten. Und so schaufelten viele zuvor Arbeitslose diesen See als kleines Naherholungsgebiet aus. Die Bedingungen waren hart, das brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Aber wenn man sich den See heute anguckt: Danke Jungs!
Die Palmen am Nordufer waren tatsächlich schon Teil des damaligen Konzepts, und die machen sich auch heute noch gut :) Diese Pommesbude da im Hintergrund könnte allerdings mal ein bisschen angehübscht werden...
Von hinter der Pommesbude aus kann man wunderbar den Sonnenuntergang beobachten, was ich dann auch mal tu.