Letzten Sonntag hatte ich die Möglichkeit, bei schönem Wetter durch Hannovers Innenstadt zu streifen, und ich hatte meine Kamera dabei.
Ein schöner Sommertag, ganz so, wie man ihn sich vorstellt. Sonnenschein, blauer Himmel und ein leichtes Lüftchen, damit es nicht unerträglich heiß wird. An diesem Tag machte ich mich auf, die Hannoversche Innenstadt in sonntäglicher Ruhe zu durchstreifen. Ich startete am Steintor, ging über Kröpke und Hauptbahnhof Richtung List und dort die Lister Meile entlang. Auf dem Rückweg besuchte ich die Reste der Passerelle und die neue Niki de Saint Phalle Passage.
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| Backsteintradition: Neues Steintor und Anzeiger Hochhaus | |
Das Steintor hat ein neues Tor bekommen (1984-89), welches aber nichts mehr mit einer Stadtbefestigung zu tun hat, sondern eine Einkaufspassage und mehrere Büros beheimatet. Die Architektur ist jedoch einem Stadttor entliehen, die Bauweise einer bereits längeren Backstein-Tradition folgend.
Älter und wohl auch von überregionaler Bekanntheit ist das 2 Häuser weiter stehende Anzeiger Hochhaus, welches 1927-28 durch den Architekten Fritz Höger (Chilehaus) errichtet wurde. Es zählt zu den Vorzeigeobjekten des norddeutschen Backstein-Expressionismus.
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Trotz des schönen Wetters waren nicht viele Leute unterwegs.
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Dem gemeinen Hannoveraner war es mittags vielleicht zu warm in der Stadt. Dennoch traf ich eine Freundin am hannoverschen Treffpunkt: Am Kröpke. Sie führte gerade ihre Eltern durch die Stadt. Und um das zu betonen: Wir hatten uns hier nicht verabredet. Da es sich aber nun schon einmal günstig ergab, gönnten wir uns eine Erfrischung im Café Kröpke :)
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Während wir dort saßen, füllten sich langsam sowohl die Stadt, als auch die anderen Cafés.
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Es geht weiter durch den Bahnhof, den ich hier noch einmal in seiner nahezu vollen Pracht zeigen mag. Errichtet wurde das gelbe Gebäude 1875-80, die grüne Glasfassade kam kurz vor der Expo 2000 als Modernisierung hinzu.
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Dann vorbei am ehemaligen Funkturm, der inzwischen zur Werbeplattform umfunktioniert wurde. Der drumherumgelegene ZOB ist noch in seiner ursprünglichen Form erhalten, etwas gammelig wirkt es hier und da, und an einer Stelle wurde ein Bauzaun aufgestellt. -- Wiederum von hier aus Richtung City ist eine der derzeit größeren Baustellen Hannovers zu finden (derzeit aber nicht interessant abzubilden, nicht für das Bild der Stadt zumindest).
Nundenn, es geht weiter in die Lister Meile. Gegen die zur Expo renovierte Innenstadt wirkt hier alles etwas älter, vielleicht etwas gemütlicher. Viel rot anstelle des kühlen Glas und überwiegendem Grau.
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Auf dem Rückweg gehe ich eine Etage tiefer. Um dort hin zu kommen, geht über den Andreas-Hermes-Platz zum Raschplatz. Zunächst an einer kleinen Oase getankt, bekommt man hinterher einen Eindruck der alten Passerelle. Schon ein wenig eklig da, dreckig und stinkig. Aber auch hier sind bereits Vorbereitungen getroffen, den Passagen und dem Platz ein neues Gesicht zu geben.
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Unter und vor dem Bahnhof sind die Renovierungsarbeiten abgeschlossen, hier wurde die Passerelle umbenannt und heißt nun "Niki de Saint Phalle"-Passage.
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Am Kröpke erreiche ich wieder die Tageslicht-Ebene, und außer dass sich der Sonnenstand etwas geändert hat, hat sich hier nichts getan. Ich möchte euch nicht mit Wiederholungen langweilen und gehe schweigend zurück zum Steintor.