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Herbststreif-Züge durch Hannover (10.'08)

Klein und fein und eigentlich in neuem Besitz, mit intaktem Zaun, der zu regulären Betriebszeiten offen steht, damit die Mitarbeiter hinein und hinaus können.. Ich hatte gelesen, andere dürfen das auch, und habe einen Blick riskiert – natürlich in Begleitung meiner Kamera.

leinhausen

Vor ein paar Jahren das erste Mal und fast auf den Tag genau zwei Jahre später und zudem zur nahezu gleichen Uhrzeit bin ich durch das alte oder ehemalige Ausbesserungswerk Leinhausen gestreift.

leinhausen leinhausen leinhausen

Willkommen, hier ist die Zeit stehen geblieben, und immer schön langsam – oder zumindest nicht so schnell, andere haben Vorrang. Gut, geht klar. Dem ersten Menschen war ich begegnet, der reagierte nicht auf mich und fuhr weiter, wahrscheinlich seinem Feierabend entgegen.

Ich wende mich nach rechts, erstmal dem Wasserturm zu. Das Gebäude kann ich zuordnen und dessen ehemalige Funktion erschließt sich mir auch. Erbaut wurde er 1909 und feiert somit sein 100-Jähriges bestehen. Was sich heute in ihm befindet, bleibt mir jedoch verschlossen.

leinhausen leinhausen
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Der Betrieb in Leinhausen wurde 1878 aufgenommen, nachdem die Werkstätten am Hauptbahnhof schlossen; aus Platzgründen, aber auch, da die Gleisanlagen des Bahnhofs um eine Etage nach oben verlegt wurden. Viele der Gebäude sind rund 100 Jahre alt, welche Funktion die erhaltenen, zum Teil leerstehenden Gebäude hatten, kann ich nicht zurückverfolgen.

Heute gehört das Gelände der Üstra, die es 1994 erwarb, um eine hochmoderne Werkstätte für Stadtbahnen einzurichten. Der neue Teil liegt im hinteren Bereich des Areals und ist für Unbefugte nicht zugänglich, interessierte mich aber auch nicht weiter. – Der links liegende Teil des Geländes verfällt so vor sich hin. Eines der Klinkergebäude ist als Büro genutzt, die anderen sind Lichtdicht verschlossen.

leinhausen leinhausen
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Kein Blick in die Gebäude, kein Zugang. Am Rand des Geländes plötzlich betriebliche Geräusche: eine Pumpe. Also wird auch hier ab und an mal nach dem Rechten gesehen werden.. aber wohl nicht so oft. Denn außer diesem farblichen und geräuschvollen Bruch ändert sich auf den nächsten Metern nicht viel.

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Die Vegetation wird noch etwas dichter, die Fenster der Gebäude sind noch als Fenster zu erkennen; jedoch nur von außen, der Blick nach innen bleibt durch siebartig durchlöcherte Stahlplatten weitgehend versperrt. Das Auge kann nach einer Weile Schemen ausmachen, die Kamera ist unterlegen und so beschränke ich mich in der Präsentation auf Außenaufnahmen :)

leinhausen leinhausen leinhausen
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Als ich um eine weitere Ecke biege, ist es mit dem idyllischen Urwald vorbei; das alte Gelände knüpft an moderne Zeiten an, S- und U-Bahnen kreuzen das Sichtfeld und lassen die gerade gesammelten Eindrücke zu einer traumartigen Erinnerung werden...

leinhausen leinhausen
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