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Stadtrundgang Duisburg (8.'08)

Nachdem ich Duisburg nun ein wenig auf eigene Faust erkundet hatte, habe ich mir noch ein paar Details bei einer Stadtführung mitgeben lassen und sie anschließend einer Freundin, die mich besuchte, weitererzählt. Nun ist es an der Zeit, die ganzen Infos mal auch mit ein paar Bildern den mich nicht Besuchenden ;) zur Verfügung zu stellen.

Innenstadt

Am Bahnhof startend sollte man sich zunächst leicht rechts halten, sonst ist es hässlich ;) Gegenüber des Bahnhofs führt eine mehrspurige Straße am Stadtkern vorbei, die will man nur mit dem Auto nutzen. – Also rechts Richtung Touri-Info und direkt dahinter geht es dann auch schon los: mit dem Mercartorhaus, in welchem sich seit 1984 eine Einkaufspassage befindet.

bahnhof mercartorhaus

Hier steht man auf der Königstraße; schon immer eine der Flaniermeilen der Stadt. Einkaufsstraße ist sie allerdings noch nicht so lange, Brunnenmeile ist sie und immer wieder Ort von Märkten und Festen. Dieser Straße folgend trifft man derzeit auf eine ziemlich große Baustelle: Hier entsteht ein neues Shopping-Center.

Insgesamt tut sich seit nicht allzu langer Zeit wieder einiges in der Duisburger Innenstadt, es wird investiert, flaniert, geshoppt. Endlich wieder, heißt es, denn bis vor kurzem drohte der Innenstadt quasi das Aus: Vor den Toren des City-Bereichs war eine riesig große Shopping-Mall geplant, das Projekt hieß "MultiCasa" und sollte auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs entstehen. Seit das Projekt gescheitert ist, investieren auch wieder Firmen in Läden in der Fußgängerzone und der Erfolg ist nicht nur messbar, sondern auch sichtbar.

baustelle baustelle

Gegenüber der Baustelle ist der König-Heirich-Platz, an dem stehen ein bereits fertig gestelltes Center, dem die alte Mercartorhalle weichen musste, das Stadttheater und der Gerichtshof. Des Weiteren befinden sich hier auch das Stadthaus, das alles beheimatet, was im Rathaus keinen Platz mehr gefunden hat und das Steigenberger Hotel aus den 1920er Jahren, das zur Zeit aufwändig renoviert wird – es wird eben nicht alles abgerissen ;)

gerichtshof city-palais

Weiter der Königstraße folgend, findet man verschiedene Ansichten und Stile wieder, mal rötlich die andere Seite des Gerichtshofs mit einem farblich nahezu abgestimmten Brunnen davor, etwas weiter eher farblose Gebäude, davor dafür umso farbenprächtigeren Brunnenskulpturen.

gerichtshof lifesaver

Etwas später mündet die Königstraße in die Kuhstraße, hier kommt der ältere Charme der 60er und 70er Jahre noch deutlicher zum Tragen. Was weniger augenscheinlich ist: ab hier befindet man sich in der Altstadt.

kuhsrtasse kuhstrasse

Altstadt

Über den Burgplatz gelangt man zum Rathaus und zur Salvatorkirche. Beide Gebäude sind im Krieg stark beschädigt worden. Das Rathaus bekam eine neue Spitze, die Kirche nicht. Sie gilt als Denk- oder Mahnmal – das Schiff jedoch wurde wieder hergerichtet und Gottesdienste finden in einem geschlossenen Raum statt.

rathaus kirche

Zwischen den beiden Gabäuden hindurch erreicht man den mittelalterlichen Marktplatz, auf dem sich eine kleine Grabungsstelle befindet und zwei Giebel mittelalterlicher Bauten schematisch nachempfunden sind.

marktplatz schwanentorbruecke

Folgt man der Straße mit den Straßenbahschinen sein Stück, gelangt man an der Schwanentorbrücke zum Innenhafen.

Innenhafen

Der Innenhafen ist ein völlig umgestalteter ehemaliger Getreidehafen. Hier befinden sich (neben Büros) das Stadthistorische Museum, die Marina Duisburg, der Altstadtpark oder "Garten der Erinnerungen" und im hinteren Bereich eine Gastrozeile.

marina-gastro museum

Der "Garten der Erinnerungen" ist ein Kunstprojekt von Dani Karavan, der Teile der vormals dort stehenden Lagerhallen stehen ließ, einige neue Betonstreifen einziehen ließ und zwischen den künstlichen Ruinen Grünflächen anlegte. Hier haben die Duisburger einen kleinen Park mitten in der Innenstadt und direkt am Wasser gewonnen.

park park

Im hinteren Bereich des Innenhafens, der für Schiffe nicht mehr zugänglich ist, haben auf der einen Uferseite neue Gebäude Platz gefunden, die Büroflächen und großräumige Gastro bieten. Auf der gegenüber liegenden Seite sind alte Mühlengebäude und Speicher hergerichtet worden, hier befindet sich neben einem Museum für moderne Kunst weitere Gastronomie.

gastrozeile gstrozeile

Ein schöner Ort, den ein oder anderen Abend ausklingen zu lassen :)