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Zoo am Meer -- klein und fein (7.'07)

Im Frühjahr 2004 eröffnete der neu gestaltete bremerhavener Zoo als einer der modernsten Zoos Europas wieder seine Pforten. Zuvor war es ein Zoo mit vielen Tieren, die dicht gedrängt auf dem kleinen Gelände wohnten. Grün soll es gewesen sein, hörte ich Besucher am heutigen Tag erzählen.

Grün ist das heutige Gelände tatsächlich nicht mehr, die im Zoo beheimateten Tiere sind aber auch alle keine Grasfresser -- außer vielleicht den Hasen, denen man entsprechend auch grünen Boden spendierte. Die anderen Tiere, wie beispielsweise Eisbären, Seelöwen, Seehunde, Seebären, Pinguine und Tölpel hingegen bewohnen felsiges Gebiet mit je nach Vorliebe etwas Sand, Kies, Strandkraut, und vor allem Wasser.

Allen Genannten kann man von oben und von unten ans Gehege rücken.

seeloewe
Ob das ein Lächeln sein soll?!??

Bei den Seelöwen war sonst nicht viel zu sehen, die waren zumeist unter Wasser... die Seehunde hingegen zeigten sich regelmäßig auch an der Oberfläche. Einer fing ein seltsames Spiel an:

seehund1 er holte tief Luft seehund2 tauchte unter und blubberte seehund3 und holte wieder Luft ..

... und tauchte wieder unter... Das wiederholte er einige Male, bis er von nem Kollegen gestört wurde.. und irgendwann machte er wieder weiter... Bisher konnte ich nicht herausfinden, was genau er da tat.

Bei den Seebären war Stress, das Junge wollte partout nicht baden,...

seebaer1 seebaer2
ziemliches Gebrüll bei den Beiden

Seebär-Junge werden nämlich nicht mit der Schwimmfähigkeit geboren, sie müssen das Schwimmen und Tauchen erst lernen, wie beispielsweise auch Menschen. Und da die Tiere ein sehr dickes und dichtes Fell haben, saugt sich das voll und die Jungtiere haben es nicht leicht, an der Oberfläche zu bleiben oder auch wieder aus dem Wasser herauszukommen. Daher wohl dieser Protest.

pinguin1 die Pinguine ließen sich nicht stören, sonnten sich weiter pinguin2 oder schauten sich die Besucher an
pinguin3 pinguin4
oder wieder weg .. äh, unter Wasser sind die ordentlich schnell und wendig
toelpel1 der Tölpel hier verharrte geduldiger :) toelpel2 an Land noch ruhiger..

So, und nun die Seelöwen dann doch mal, nämlich von wasserseits:

seeloewe2 auch ziemlich neugierig seeloewe3 und ziemlich akrobatisch!

Bisher völlig unterschlagen habe ich die Eisbären, aber die haben auch anfangs nur gepennt.

eisbaer1 eisbaer2
eisbaer3 eisbaer4

Irgendwann sind sie dann auch mal aufgewacht, so ungefähr wohl ne halbe Stunde vor der Schaufütterung ;) -- der Große wartete auch ganz geduldig schon im Wasser auf den kommenden Fischregen.

Nun zu den vorzugsweisen Landbewohnern. Diese wären u.a. Weißgesichtsseidenäffchen, Waschbären und Pumas, die haben alle nur einen kleinen Bach in ihrem Heim. Ob die Polarfüchse auch Wasser haben, konnte ich nicht einsehen, aber viele Verstecke haben sie, so dass sie nur mit einiger Geduld überhaupt mal zu sehen sind. Ähnlich viel Geduld braucht man auch bei den Waschbären. Die Pumas hingegen liegen einfach irgendwo rum, wenn man nicht warten will, bis sie sich bewegen, braucht man hier nicht ganz so viel Geduld, nur ein gutes Auge, um sie erstmal zu entdecken ;)

puma genüsslich strecken waschbaer ein bisschen waschen
aeffchen schon wieder auf dem Sprung eisfuchs kurz aus dem Versteck gucken

Diese Tiere waren eindeutig auch schwieriger zu fotografieren, entweder war es sehr dunkel, dort wo sie sich räkelten, oder sie huschten sehr schnell vorbei und verschwanden wieder. Und die Füchsin war ohne Ende sich am Jucken, so dass es schwierig war, sie mal ohne Fuß im Gesicht zu erwischen. Zudem ist den Gehegen dieser Tiere gemein, dass man weniger Einsichtspunkte hat, als in die der Wasserbewohner.

seehunde

Ich konnte leider nicht herausfinden, wie klein dieser Zoo wirklich ist, denn mit seiner Größe wirbt er nicht. Bei Wikipedia heißt es "Er ist der kleinste öffentliche Zoo Deutschlands". Groß ist er wirklich nicht, aber schön gemacht! -- Nach gut sechs Stunden habe ich dann aber das Gelände doch mal verlassen.