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Ein kleines Zimmer mit kleinem Balkon und dagegen fast geräumigem Bad soll meine Basis für die kommenden 8 Urlaubstage am Übergang von Weser zu Nordsee sein. Es ist das einzige Zimmer mit Balkon in dem Hotel und der Balkon ist überdacht -- bei nordischem Wetter immer gut! :) Nach flüchtiger Zimmerbegehung machen Cam und ich uns gleich auf den Weg, die ersten Außeneindrücke einzufangen. Nordseeluft. Flut. Blauer Himmel. Ein paar Wolken. Eine leichte Briese.
Nach ein paar Bildern werde ich angeschnackt und habe kurz später einen Begleiter für den ersten Abend, der sich als Stadtführer anbietet. Draus wird eine Küstenführung. So erhalte ich zu den mir angelesenen Infos auch gleich in paar einheimische Eindrücke.
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Jou, wat gibt es so in einer Stadt, die als Haven entstanden ist: alles um Schiffe und Fische -- Schiffbau, Fischfang, Schleusen, Hafenbecken, Containerschiffe, Fischrestaurants, Reedereien, Auswanderer, Seereisen. Ein großes und dichtes Netz an Informationen rundum. Interessant, aber irgendwann wollte ich auch mal was anderes. Hihi, gibts aber nich.
Ob das nicht etwas einseitig ist? Nunja, auf der anderen Seite ist das Meer ;)
Ab Mittwoch war Festwoche. Bei dem ein oder anderen Stand war ich des öfteren Gast und spätestens nach dem 2. Besuch wurde ich freundlich mit einer schon bei Blickkontakt eingeschenkten Tasse Tee oder einem "Und, was heute?" begrüßt. Am letzten Tag war ich früh da, da meine Abreise drohte; der eine Stand war noch nicht geöffnet, und die Jungs begrüßten mich gleich mit "Na, Sonnenschein, .." und "na, dann beeilen wir uns mal ein bisschen ;)" sowas kenn ich aus meiner Heimat gar nicht.. hach, es ist irgendwie nett, einfach ein bisschen was persönliches :)
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... hatte ich ja noch viel mehr dort machen wollen, mehr Radtour zum Beispiel, wegen unstetigen Wetters fielen die aber alle aus, so dass ich die Weser im Westen nicht überschritt, die Nordsee im Norden nicht besuchte, nichts über die Orte im Osten sagen kann, allein das Siel im Süden habe ich besucht, aber auch nicht überschritten. -- Wozu auch?
Irgendwann fangen an, die Tage zu verschwimmen, mal Sonne, mal Regen, mal mit dem Rad, mal zu Fuß unterwegs, mal fotografieren, mal auch Cam auf dem Zimmer lassen, hier und da dann ein Museum. Und zwischendurch immerwieder Wind, der mit den umhertreibenden Gedanken spielt.
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Ich habe doch ernsthaft überlegt, meine Abreise noch etwas hinauszuzögern. Viel Luft wäre nicht gewesen, aber in paar Stunden oder ein Tag .. aber am letzten Abend hab ich irgendwie ein schönes Abschlussbild gesehen und der anvisierte Abreisemorgen startete dann auch mit Regen. Kurz nach der Begrüßung als Sonnenschein kam die Sonne kurz raus, nicht allzu lange, so dass es schon auf dem Rückweg zum Hotel wieder regnete. Im Zug dann traf ich auf einige Radfahrer, die ob des Temperatursturzes langfristig angelegte und auch spontane Touren abbrachen.