Für Regenwetter hält Bremerhaven auch einige Museen bereit. Und da es während meines Aufenthalts doch das ein oder andere mal deutlich regnete, habe ich diese sich bietenden "Chancen" genutzt, mir das ein oder andere anzusehen.
Die Hauptattraktion wird gerade umgebaut und fotografieren darf man nicht. Dennoch lohnt sich ein Besuch :) Ohne auf der Suche nach Bildern zu sein konnte ich mich den Geschichten der Ausstellungsstücke widmen und wurde nach anfänglicher Enttäuschung über einen unübersichtlichen Aufbau in vielfältige Informationen hineingesogen.
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Über die neue Dauerausstellung der Windjammer (die nicht im Wind jammern, sondern hoch am Wind fahren können, engl. "jam") geht es zunächst um ein Schiffsunglück, dann geschichtlich zum Übergang von den Segel- zu den Dampfschiffen, weiter über die Auswanderer, die Kaufleute und die Reeder geht es dann zurück ins Mittelalter. Hier steht ein originaler Bau einer Hansekogge aus dem Jahre 1380 im Mittelpunkt. Weitere Themenbereiche sind u.a. Kreuzschifffahrt, Marine, Bootsbau, Seenotrettung, Walfang, und das ist noch nicht alles und das ist nur der Innenbereich. Draußen im alten Hafen steht auch noch einiges.
Um dieses Museum gründlich zu durchstöbern, braucht man bestimmt einen kompletten Tag oder länger, doch so viel Zeit blieb mir bis zum Schließen nicht. -- Aber draußen darf man dann auch wieder fotografiern ;)
Die eine Nacht hat es so stark geregnet, dass ich am nächsten Morgen Fische vor dem Fenster hatte...
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Nicht ganz, aber beinahe. In der Nacht ist einiges durch die Gegend gespült und geweht worden. Aber die fotografierten Fische befinden sich im "Atlanticum", welches ich besuchte, da hier Wasser und Luft sauber voneinander getrennt sind! Es ist ein kleiner Teil des am Fischereihafen I gelegenen Ensembles, das sich um alles rund um den Fisch kümmert. Im "Atlanticum" geht es um die Evolution, etwas um die Nahrungskette und um den Fischfang.
Zwischen all diesen Informationen schwimmen die Fische in einem Meerwasseraquarium um ein nachgebautes Wrack herum. Zu bewundern sind Nordsee- und Nordatlantik-Fische wie Scholle, Flunder, Kabeljau, Katzenhai... und gegenüber in der Gastro-Zeile des Fischereihafens kann man sie alle kosten. Sehr lecker :)
An historisch bedeutsamer Stelle gelegen steht ein neuer Bau, der die junge Geschichte der heutigen Stadt Bremerhaven schildert.
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Eindrucksvoll startet es mit der Nebenläufigkeit der konkurrierenden Häfen Bremens und Hannovers -- Bremerhaven und Geestemünde. Hier wird deutlich, dass der "Bremer Haven" nie eine Stadt hat werden sollen, wohingegen Geestemünde ehrgeizige Ziele hatte -- hätte haben sollen -- und wie so oft kommt immer alles anders..
Ebenso interessant wie der Aufenthalt im Museum war für mich die nachfolgende Entdeckung von Restbeständen alter Trockendocks -- denn die Geschichte ist jung und ihre Spuren am Ufer der Geeste tatsächlich noch sichtbar. Nahezu verschwunden dagegen der Ort des am längsten an der Geeste ansässigen Schiffbauers, hier aber dafür modernere und bewusst stehen gelassene Erinnerungen: Das Hoftor und ein grüner Hafenkran aus dem Jahre 1956; dazwischen nun das Arbeitsamt.