Bremerhaven wandelt sich mal wieder und dies ist gerade im Hafenbereich derzeit deutlich sichtbar. In vielen Bereichen geht es auch um den Ausbau der Attraktivität der Stadt, nicht nur für Einheimische, auch für Besucher. -- Aber nicht alle Baustellen im Hafenbereich sind für Touristen, auch andere Besucher wollen Komfort.
Am neuen Hafen scheint noch alles im Umbruch. Einen Abend sitze ich in einem neuen und modernen Café und blicke auf den Sonnenuntergang hinter alten Holzseglern. Einen anderen Tag trinke ich in einem gerade fertig gestellten Bistro mit Apartmentanlage einen Kaffee und schaue auf eine alte Fabrik, daneben ein Erdhügel von etwas zuvor abgerissenem und ein Baukran. Wieder an anderer Stelle lädt ein Hafenkran angelieferten Kies von einem Binnenfrachter.
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Mitten dazwischen fahren Boote zu Hafenrundfahrten und man hört den Krach zweier weiterer Baustellen: südlich des Hafens entsteht ein Hotelkomplex und nördlich des Hafens baut eine Werft an einem Frachter.
Im alten Hafen liegen alte Schiffe. Passt. Wann der alte Hafen seinen ursprünglichen Betrieb aufgab, kann ich nicht sagen. Er dient nun als Museumshafen. Hier liegen u.a. das U-Boot "Wilhelm Bauer", die Dreimastbark "Seute Deern", das Feuerschiff "Elbe 3" undsoweiter. -- Sie alle gehören zum Außengelände des Deutschen Schiffahrtsmuseums, können aber auch einzeln besichtigt werden.
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Am "Fischereihafen I" südlich der Innenstadt hat man sich entschieden einer alten Packhalle neue Bedeutung zu geben. Seit ihrem Bau diente sie dem Verpacken von fangfrischem Fisch. -- Im weitesten Sinne hat sie gar ihre Aufgabe behalten: Heute beheimatet sie eine lange Reihe gastronomischer Betriebe, deren Hauptgeschäft darin besteht, den Gästen frische Fischspezialitäten zu servieren -- was ja auch eine Art der Verpackung darstellt ;)
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Gegenüber der Restaurantzeile befindet sich das Atlanticum, das wiederum die Fische in ihrem natürlichen Umfeld präsentiert, lebendig.
Direkt am Wasser gelegen steht ein Hotel, auf dem Wasser das Museumsschiff "Gera" (zum Historischen Museum gehörend) und ein Gastro-Schiff. Aber auch ganz klassisch liegt noch ein Krabbenkutter im Hafen -- zumindest wenn er nicht seiner ursprünglichen Bestimmung nachgeht.
Ziemlich zufällig wurde ich Zeuge eines vielleicht historischen Moments. Zumindest erzählte mir dies ein mitwartender Einheimischer. Die Schleuse in ihrer aktuellen Form soll es nicht mehr lange geben. Hier soll eine moderne Schleuse entstehen, die Ozeanriesen aufnehmen können soll. -- Denn auch diese Besucher wollen Komfort in der Stadt.
Und dass die Lloyd-Werft einen ihrer Kräne verlegt, kommt wohl auch nur ein Mal im Jahr vor. Hier also die alte Kaiserschleuse aus dem Jahre 1897 nochmal groß in Aktion:
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