Etwas verspätet, aber dann doch startete meine Amsterdam-Reise :) -- Ursprünglich hatte ich sie bereits im letzten Jahr machen wollen, aber das letzte Jahr war sowieso anders als überhaupt angedacht .. aber das ist eine andere Geschichte :) Mit also ca. einem Jahr und einer weiteren Stunde Verspätung, saß ich dann endlich im Zug nach Amsterdam.
Gebucht hatte ich Ende letzten Jahres. Für den schönen kalten klaren Januar, in dem hoffentlich nicht so viele (andere) Touristen dort herumlaufen. -- Nun war heftiger Sturm und auch einiges an Regen unterwegs .. und mein Zug war einer der wenigen, die noch unterwegs waren..
Nachdem mein Zug tatsächlich in Amsterdam Centraal angekommen war, schnallte ich meinen großen Rucksack auf, nahm die kleine Cam in die Hand und machte mich auf den Weg zum Hotel. Es war dunkel und es war trocken, und ich erlaubte mir die ersten Amsterdam-bei-Nacht Bilder.
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| coffee-shop, Gracht, Fahrräder... |
Im Hotel stellte sich heraus, dass meine inzwischen 2 Monate alte Reservierung verschütt gegangen war, und so bekam ich anstelle eines Doppelzimmers ein 4-Bett-Zimmer und aus meinem angedachten gemütlichen Doppelbett wurden 2 durchgelegene Doppelstockbetten.., aber ich hatte das Zimmer für mich allein :) Nachdem ich den ersten Schreck überwunden und einen heißen Kakao getrunken hatte, machte ich mich mal auf. Nun in den Regen...
Eigentlich wollte ich mich doch nur mal kurz umsehen, aber nachdem ich mich einmal des- und wieder re-orientiert habe, hatte ich schon einen halben Stadtrundgang hinter mir.
An der Zuiderkerk vorbei..
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... bis zur Waag
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Dann gab es eine Pizza am Rande des Rotlichtviertels und dann zurück ins Hotel, noch einen Kakao und ab ins Bett.
Die Nacht ist stürmisch, der Tag beginnt mit wenig Licht. Dennoch mache ich mich auf, die Stadt zu erkunden. Mein erstes Ziel ist das Scheepfvaart Museum. Da es regnet, funktioniere ich kurzerhand sämtliche Sonnenblenden in Regenschirme um und lasse mich vom Wind zum Museum treiben.
mein Regenschutz
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und mein Ziel
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Beim Museum darf ich feststellen, dass es seit 2 Wochen geschlossen hat und erst in 2 Jahren wieder öffnet *mist* -- Also das nächste und nächstgelegene Museum: New Metropolis (Nemo -- das Technik-Museum).
Auf der ersten Etage gibt es viel zum Probieren und Testen :) die zweite Etage ist ähnlich, und als die dritte Etage wenig anderes bietet, bestelle mir lieber einen Hot-Dog. Als dann meine Klamotten auch wieder trocken sind, verlasse ich das Museum. Und zu meiner Überraschung hat der Regen aufgehört :) Ich kann sogar etwas Blaues am Horizont ausmachen.
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| Blaues am Himmel! |
Ich mache mich auf den Weg zur Mühle und mit ein bisschen Bummeln, holt mich das Blau gar ein. Schnell waren das eine geschlossene und das andere nervige Museum vergessen :)
gammelig und noch in Betrieb
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außer Betrieb und restauriert
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Die nächsten Sehenswürdigkeiten auf meinem Weg sind die Magere Brug und der Flohmarkt am Waterlooplain. Der Flohmarkt war kleiner, als ich gedacht hatte -- was aber wohl an der Jahreszeit liegt. Zumindest fand ich ein Paar Handschuhe, schön gefüttert und mit freien Fingern: sehr praktisch zum Fotografieren ;)
Dann zurück zur Blauwbrug, und von dort ging ich dann an der Amstel entlang zum Muntplain und dessen Turm. Nach noch einem Schlenker über den Blumenmarkt musste ich erstmal was essen.
Plattbodenschiffe &
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Hausboote auf der Amstel
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Munt Turm
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Blumenmarkt von der Rückseite
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Frisch gestärkt habe ich mich für einen Bummel durch die Kalverstraat entschieden und war erstaunt über das Angebot an Läden. Nachdem ich gerade einen Bruchteil grob gescannt habe, schließen sie. Ich erreiche den Dam im bereits Dunkeln. Meine erste Speicherkarte ist voll, meine Füße langsam lahm und außerdem muss ich mal wieder etwas anderes atmen als frische Luft. So ziehe ich mich dann in ein Café in eine Seitenstraße zurück, oder ist es eine Kneipe? Egal, zumindest spanne ich etwas aus.
Nach der Pause ziehe ich weiter bis zum Bahnhof und über den Damrak zurück, am Dam biege ich grob in Richtung Hotel ab, bleibe dann aber noch am Hanf-Musum hängen und statte ihm einen Besuch ab. Der würzige Geruch frischen Hanfs steigt mir in die Nase und ich informiere mich über die Geschichte und die vielseitige Verwendbarkeit dieser Pflanze.
zum Rauchen natürlich
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und Essen, Trinken, für die Gesundheit
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Danach beende ich auch diesen Tag wieder mit einem Kakao :)
Die Nacht war extrem stürmisch und es heulten ab und an Blaulicht-Wagen vorbei. Zum Frühstück war ich pünktlich, legte mich danach aber nochmal hin und begann den Tag dann bei strahlendem Sonnenschein :) Nochmal durch den Museumshafen, an Nemo vorbei ging ich zum Hauptbahnhof.
Museumshafen
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über den Oosterdok geblickt
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Vom Bahnhof aus nun mal im Hellen den Damrak runter bis zum Dam, wo ich Richtung Rotlichtviertel abbog und zur ouden Kerk ging. Für heute hatte ich mir den alten Kern zwischen Voorburgwal und Achterburgwal vorgenommen.
Nach dem Besuch bei der alten Kirche und dem Blick in manche Schaufenster, ging ich den Voorburgwal hoch. Bevor es dann auf dem Achterburgwal weitergehen sollte, war erstmal ein zweites Frühstück fällig. So kam es, dass ich einen ordentlichen Hagelschauer in einem Café verbrachte :)
Beurs van Berlage
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Palais
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oude Kerk
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und Häuser am Burgwal
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Als sich die Sonne wieder zeigte, ging es wieder los; nach einigem Hin und Her zwischen Achter- und Voorburgwal -- und auch mit dem Wetter -- gönne ich mir eine Kaffeepause.
Wetterspiele
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... mit Wasser und Sonne
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Dann mache ich mich auf, ein paar Dämmerungsfotos zu schießen. Und während es immer dunkler wurde, merkte ich deutlich, dass auch das zweite Frühstück schon wieder ziemlich lange her war. Bei einem kleinen Thai fand ich genau, was mir zusagte :)
Während ich nun esse, hier ein paar Dämmerungs-Bilder ;)
die Magere Brug
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und das sollte das Musiktheater sein..
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Gut gesättigt mache ich mich auf den Weg, Teil 2 des RedLight zu betrachten, nämlich das Ganze bei Dunkelheit und roter Beleuchtung. Hier kann ich euch nicht teilhaben lassen, da ich angehalten wurde, meine Cam wegzustecken. Nunja. Also hier ein paar Worte dazu: Es gibt Mädels in Schaufenstern, rot beleuchtet und teilweise doch recht hübsch anzusehn :) des Weiteren gibt es 'Souvenir'-Läden, in denen man diverse Spielzeuge und Wäsche-Teilchen für hohe Preise bekommen kann, und dann gibt es noch Live-Shows.
Das zum Hier und Jetzt. Für mehr Hintergrund besuchte ich noch das Erotik-Museum, und da ich gerade dabei war, auch noch das Sex-Museum. Was das eine an schöneren Ausstellungsstücken hat, hat das andere mehr an Information.. zumindest habe ich in den Museen wieder das ein oder andere Foto geschossen:
Griechischer Körperkult
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.. alles schöne beginnt mit F...
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*Uff* und danach war dann auch erstmal gut, mit einem Bogen um den Red-Light-District herum bin ich dann zurück zum Hotel.
Nach einer Nacht ohne Sturm und Blaulicht bin ich wieder etwas fitter :) Pünktlich um 10h verließ ich das Hotel mit Sack und Pack Richtung Bahnhof und schloss alles, was ich für den letzten Teil der Tour nicht brauche, in ein Schließfach. Bleiben also kleiner Rucksack und große Cam bei mir und wir ziehen los.
Nachdem ich eine großteils noch geschlossene Einkaufsstraße durchwandert habe, kam ich an den Begjinhof. Faszinierend ist tatsächlich die dortige Ruhe: Trotzdem auf der Einkaufsstraße fast noch nichts los ist, tritt man hier dennoch in eine Oase der Ruhe ein.
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| hinter dem Tor herrscht absolute Stille |
Langsam öffnen nun auch die Läden und ich fange doch an zu stöbern; dann endet die Kalverstraat. Über den Blumenmarkt gehe ich weiter in die Leidsestraat. Diese gefällt mir außerordentlich gut, sie ist lebendiger als die 'Haupteinkaufsstraße' -- Mag aber auch an der inzwischen späteren Uhrzeit/ den geöffneten Läden oder der Straßenbahn liegen, die sich hier im nichtmal Minutentakt teils einspurig, teils zweispurig entlang schlängelt.
Straßenbahn
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und aufreißender Himmel
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Am Leidseplain soll es ein Pfannkuchenhaus geben, genau sowas brauch ich nun auch, und bestelle ein Exemplar, das gar nicht komplett auf seinen Teller passt :) .. und auch nicht ganz in meinen Bauch.
Nach dieser Stärkung bin ich noch um das Rijksmuseum herumgelaufen.
Blick durch das Reichsmuseum
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Eislaufbahn hinter dem Museum
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Hinter dem Museum war eine kleine Eislaufbahn, auf der sogar ein wenig Betrieb war. Es war tatsächlich kalt geworden. Kurz später streikte mein Akku (der war aber wohl einfach leer) und dann froren mir die Finger trotz der Handschuhe ein und ich ging mich auf dem Rückweg zum Bahnhof in Geschäften wärmen. -- Nun kurz vor meiner Abreise war er also doch noch da: der schöne kalte klare Januar :)
Meine letzten Euros tauschte ich dann in der letzten Stunde Wartezeit noch gegen eine heiße Schokolade und ein Marzipan-Croissant. Dann holte ich meinen Rücksack und stieg in den Zug, der bereits auf mich wartete.
ein Stück Bahnhof (ohne Baugerüst)
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und mein Zug
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