Auf der CeBIT besuchte ich zuerst und hauptsächlich den Stand des adf (Arbeitskreis Digitale Fotografie) mit einigen der Aussteller, die das Fotografenherz begehrt..
Nachdem ich mir einen groben Überblick verschafft habe, wer alles da ist, wo welcher 'Unter'-Stand ist und was bei wem so rumsteht oder zum Testen bereit liegt, suchte ich mir den Sigma-Stand für meinen ersten ausführlichen Besuch.
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Hier standen herrlich viele Objektive rum und ich fragte, ob die zum Testen da sein: Ja sie sind, allerdings haben sie nur Objektive mit Canon-Anschluss dabei. Glück in meinem Fall: Passt genau an meine 350d.
Nun, eine Messe ist kein Testlabor, aber immerhin zeigt sich eines von mehreren Einsatzgebieten für Objektive hervorragend: Menschen bei mittelmäßiger Beleuchtung. Darüber hinaus kamen in meinen spontanen Testparcours:
Nun, es ist jeweils nur ein Objektiv, es ist nur eine Kamera, an der ich es dran habe... es sind Eindrücke, die ich hier weitergebe.
Die Testbilder habe ich im RAW-Format geschossen, die hier gezeigten sind absolut unbearbeitet. Diejenigen, bei denen ich die Schärfe zeige, sind 100%-Ausschnitte aus der Bildmitte (am Schärfepunkt); die auf denen ich auf Verzeichnung achte, sind auf das hier angezeigte Format verkleinert.
Das 50-150/2.8 habe ich mir geschnappt, da es auf meiner Interessenliste sehr weit oben steht, ich suche etwas zuverlässiges lichtstarkes für Portrait und Zoo an einer Crop 1.6er Cam. Alsolos:
Ich bin sehr überrascht ob des Ergebnisses, aber seht selbst:
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Leider war ein Großteil der Bilder eher in der unscharfen Liga zu finden, auch wenn es Lichtblicke zeigt! Insgesamt wies dieses Objekt(iv) einen Frontfokus auf.
Nicht unbedingt für Zootiere aber aus Interesse nahm ich mal das Allroundtalent 18-200 mit Stabi in die Hand. Für mich das erste Mal ein Objektiv mit Stabilisator. Nötig hätte ich das wohl, das weiß ich und hier ist es deutlich zu sehen ;)
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Es ist erstaunlich und ich unterziehe es einem Verzeichnungs-Test:
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Bei 18mm habe ich nicht weniger Tönnchen erwartet, bei 200 gar mehr Kissen -- mein ganz persönliches Fazit ist, dass dieses durchaus eine Überlegung wert ist, wenn ich mir mal ein 'Immerdrauf' zulegen sollte.
Auf der Suche nach einer lichtstarken Nahbereichs- bis Portrait-Linse nehme ich mir das 28-70/2.8. Eigentlich ist es mir etwas zu eingeschränkt, aber mal schaun, was überhaupt so geht:
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Bei Offenblende auf 28mm ziemlich brauchbar schon... für den Randbereich eines Objektivs halt. Abgeblendet auf 3,2 ein deutlicher Schärfegewinn, bei 45mm ziemlich selbes Ergebnis. Beim Auswerten der 70mm komme ich etwas ins Schleudern: Das mit Offenblende ist deutlich schärfer. Ich möchte dies allerdings nicht bewerten, da ich möglicherweise bereits beim Schießen des Testfotos ins schleudern kam: Ich war unter der Zeit, die ich bei 70mm sicher ruhig halte ;)
Über Verzeichnung kann ich bei diesem Objektiv nicht meckern!
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Ach, als 17-70 wär das ziemlich lecker!
Und da ich grad nach Lichtstark im Nahbereich guck, nehm ich mir als nächstes das 18-50/2.8. Der Verzeichnungstest ist mir missglückt, bei 18mm ist schon ein Tönnchen zu sehen, 50mm hab ich nichts Brauchbares. Die Schärfe ist schon bei Offenblende brauchbar, leicht abgeblendet besser...
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Begeistert mich aber nicht sonderlich, grad im 50er Bereich nicht. Ist aber an sich eh weniger mein Gesuchtes, da ich viel "um die 50" fotografiere und hier dauernd zu wechseln wär nicht mein Ding.
Aus reiner Nostalgie hab ich mir nochmal mein Ex-Objektiv genommen, das 24/1.8. Irgendwie war es zunächst scheinbar "beleidigt". Als ich es anschloss, zeigte meine Cam nichts an, keine Blende, keine Zeit und der AF wollte nichts tun. Auslösen ging, das Ergebnis, klar: wertlos. Ab und wieder dran, sprach es dann mit meiner Cam:
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Aber so recht verständigen mögen die beiden sich nicht, das 24/1.8 und meine 350d.
Ich hatte mich grad so schön eingeschossen und der Canon-Stand war nur einen Sprung entfernt. Diese Entfernung war schnell überbrückt und ich ließ mir aus der kleinen dezenten abgeschlossenen Vitrine das 55-250 mit Stabi geben.
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Das Gewicht ist gering, die Hand entsprechend unruhig, der Stabi der Hammer! Dann mal die Verzeichnung:
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An sich hatte ich es aus der Liste der Begehrlichkeiten schon wieder gestrichen... Nach diesem Test ist es jedoch, wenn ich in dem Brennweitenbereich mal wieder suche (und nicht unbedingt Mensch oder Tier ins Visier nehmen möchte) ne Überlegung wert. Es ist schlicht ein Preis-Leistungs-Hammer. -- Vielleicht mein 80-200 mal ersetzen...
Dieses Objektiv lasse ich mir mehr, um es mal in der Hand und an der Cam zu haben, als aus Kaufinteresse geben, habe ich doch das lichtstärkere günstigere 17-70 der anderen (von Sigma). Zum Abschluss also ein ganz persönlicher Preis-Leistungs-Vergleich ;)
Bei 17mm ist die Welt ziemlich verbogen. Die Stangen hier sind eigentlich alle gerade..
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Mein persönliches Fazit ist, dass der Stabi schon was für sich hat, bei diesem Objektiv allerdings auch nötig ist, da in der Konstruktion schon Lichtstärke fehlt. Es ist ein nettes Teil, aber meine getroffene Kaufentscheidung bereue ich nicht :)
Nach so viel Test, was ist da herausgekommen?
Eine Auswertung, mit der vielleicht noch jemand einen kleinen Eindruck des ein oder anderen Objektivs gewinnen kann? -- Vielleicht tatsächlich :)
Ich für meinen Teil weiß nun, dass ich das Sigma 50-150/2.8 nicht kaufe, ich werde mir absehbar mal das Tokina 50-135/2.8 irgendwo ansehen. Dass ich nun das Sigma 24-70/2.8 beim Testen übersehen habe, finde ich schade... Jedoch dass das, was ich derzeit besitze, doch noch der Schnittmenge aus meinen Anforderungen und den Angeboten des Marktes entspricht, finde ich irgendwie gut. Also erstmal weitermachen, wie bisher -- mit einer etwaigen Erweiterung um ein lichtstarkes Mitteltele-Zoom.