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Wartezeit will verbracht werden. Nicht alleine mit Warten. Und über zwei Wochen Lieferzeit lässt sich die Vorfreude auch nicht dauerhaft aufrecht erhalten. Ich warte auf eine Minolta XD7, die per Hermes-Versand versucht, zu mir zu gelangen.
Die XD5 hab ich als Teaser in die Hand gedrückt bekommen. Lange hatte ich mich gesprerrt, den Schwärmereien mit Neugier zu begegnen, nun konnte ich mich nicht mehr wehren. Und als sie in meiner Hand lag, war es eh vorbei. Weiter ging es irgendwie von alleine, das 35mm war geschossen und geliefert, während ich noch die Batterie kaufte und den Film einlegte. Schlafwandelnd.
Passend zu den Bildern, die dieses Schätzchen auf den Trix zauberte. Ein bisschen wie im Traum. Zwar ohne Zählwerk, mit Lichteinfall und keine Ahnung, was noch war, aber sie hat mich gefangen. Die XD7 zu ersteigern war nicht sonderlich überlegt, passierte nur Minuten nach dem Sichten (Digitalisieren) der Negative.
Das ist morgen 2 Wochen her.
In solcher Zeit passiert viel, u.a. bastele ich an einem Digi für einen Leica-M-Besitzer und die Tests, also die Negative! Scheiße, was soll ich sagen!!?!
Über das Lesen der Minolta-Geschichte komme ich erneut zu Leica; und die R-Gläser hatten schon immer einen gewissen Reiz, waren nur unerreichbar. Aber wenn man wirklich etwas haben möchte? Und wenn das vorhandene schon teuer aber noch immer nicht gut?
Habe ich grad eine Minolta gekauft? Wenn ja, wo ist sie?
Drei Tage heiß gucken für das R-System. Irgendwann doch wieder zum Denken kommen. Nicht kaufen, erstmal gucken, anfassen, vielleicht gar ausprobieren. Keine übereilten Handlungen, mich zügeln. Leica ist was anderes. Leica. Das ist – tja, das ist irgendwie final, vollendet, durchdacht.
Ein großes Ding. Das will bedacht angegangen werden. Keine Spielerei à la Canon, Revue, Pentax. Erwachsen.
Es hat seinen Reiz. Eine leichte Glut ist entfacht. Aber so ganz will das nicht passen. Ich nehme wieder die XD5 in die Hand, löse aus, spanne, löse aus, spanne... blättere im Handbuch der 7. Vorfreude!
Die Neugier bleibt dennoch, und zieht mich zum letzten verbliebenen Foto-Fachgeschäft Hannovers. Dort steht sie in der Vitrine, eine R5. Ich lasse sie mir geben. Und muss gestehen, da ist etwas. Dezent, unaufdringlich. Smart. Dennoch präsent. Der Verkäufer macht ein Summicron 50mm drauf, ich hinterlege einen Pfand und ziehe auf einen Trix durch die Innenstadt.
Respektvolle Distanz bleibt. Es springt nichts über, aber eine gewisse Faszination kann ich nicht verneinen.
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Puh, was für ein Ausflug. Warten mit einem Blick auf die "Upper Class" oder den "Großen Bruder" meiner zukünftigen XD7.