Dieser Segelurlaub ermöglichte mir, sowohl beim Segeln als auch beim Fotografieren, die Möglichkeiten und auch die Grenzen der von mir verwendeten Techniken zu betrachten.
Der erste Tag, den ich an diesem W.e. aufs Wasser ging, war einer, an dem 6 Leute gerne auf 3 Laser wollten.. Dies konnte schonmal nicht recht klappen, ist es doch ein Ein-Mann-Boot.
So kam es zu der Ansage Ralphs, dass wer zuerst am Boot sei, es auch segeln dürfe. Somit waren es also zunächst 3 Leute, da 2 Langschläfer ausschieden und ich mich nicht stressen lassen wollte. Ich war ja nicht zum Einhand-Segler geworden, um mich durch andere zur Eile nötigen zu lassen. Ich hatte mich für Einhand enschieden, um eben unabhängig sein zu dürfen. -- So fragte ich die Jungs, ob ich denn in ihrer Mittagspause mal ein wenig segeln dürfe und ging nach einer positiven Antwort zurück zu meinem Kaffee.
Als sie dann Pause machten, machte auch der Wind Pause, aber das war mir insofern egal, da ich mich mal aufs Wasser setzen wollte und nicht mehr zwischen vielzuvielen Leuten an Lang hocken wollte. Ich fand es beachtlich, dass dieses Boot tatsächlich bei 0,0 Wind umlaufend noch Bewegung zeigt, zwar seitwärts so schnell wie vorwärts, aber Bewegung! Als ich dann irgendwann doch komplett stehenblieb, bin ich ausgestiegen, hab ein wenig angeschoben und bin wieder eingestiegen, und mit diesem Schwung kam ich auch wieder an Land. *faszinierend*
Bei der zweiten Runde, die ich noch beim Laser-Sharing ergatterte, nahm ich die Wasser-Cam mit und näherte mich dem Wrack von Wasserseits. Der 3. Tripp fing mit einem Bootswechsel (Laser-Hopping?) an und ging ganz ehrgeizig über den Dalben hinaus zur Ansteuerung-Nord, dort herum, um die Untiefen-Ost und dann zurück. Es hatte zum Glück etwas aufgefrischt :)
Und am letzten Tag gar es doch nochmal gut Wind, ich baute mir wieder den Blauen auf und versuchte mich zwischen den Boen zu halten. Noch immer ohne Halsen lief auch alles gut. Der ebenfalls in der Bucht gebliebene 470er machte keinen allzu glücklichen Eindruck. Als die Segler ziemlich vergeblich mit dem Trapez kämpften und er schließlich auf der Seite lag, bot ich eine Trapez-Einführung an, die mit einem Trapezhosen-Wechsel und einem erneuten Boots-Hopping einherging. Nachdem dann auch wieder alle Schoten klar waren, stand ich mal wieder im Trapez. Und jubelte! Es ist doch was anderes, ne Trapezjolle, und eigentlich möchte ich das wieder! Ich bin auch schon traurig um Gretel geschlichen und überlegte, wie denn der Mast so zum stehen käme, dass sie Einhand... aber sie ist ja kaputt. Und außerdem ist ein 420er doch ein Ei. Zumindest wechselte ich mit der 470er-Vorschoterin wieder Trapezhose und Boot und fegte noch ein bisschen tief über dem Wasser hängend durch die Bucht. Als der Wind etwas nachließ, dann auch mit Halsen-Versuchen und auch einigen ohne verhedderte Schoten :) andere brachten doch das Boot zum Baden (ich konnte dem Wasser über das Schwert entkommen und konnte meinen Neo wenigstens teiltrocken für die Rückreise halten :)
Den ersten Tag bin ich losgezogen, zu Fotografieren, da permanente Gewitterwarnung herrschte. An allen weiteren Tagen habe ich wieder die Segelpausen zum Fotografieren genutzt.
Was ist neu daran? bis hier: nichts. Neu ist, dass ich nicht alles fotogene Fotografiert habe. Habe ich auf dem Weg an die Küste doch diesmal über SchwarzWeiß und über Unschärfen gelesen. -- Könnte manchen der Bilder auch anzusehen sein ;) zumindest habe ich manches nicht aufgenommen, da die mir zur Verfügung stehende Technik ihre Grenzen hat und ich manches nicht so hätte einfangen können, wie ich es gewünscht hätte. Klar geht SchwarzWeiß, aber die Schärfen bzw. die gewünschten Unschärfen lassen sich nicht alle abbilden.
Netter wären vielleicht mal eine neue Kamera und auch eine andere Bootsklasse, bei beidem hätte ich da auch schon was im Auge... aber bei beidem gibt es auch unter den gegebenen Umständen noch einiges zu üben -- und bestimmt gibt es zwischen den gesteckten Grenzen auch noch etwas zu entdecken :)